Familiencoaching – Beziehungen verstehen und gestalten
Familie ist der Ort, an dem wir uns besonders nah sind. Und vielleicht gerade deshalb auch der Ort, an dem wir besonders verletzlich sind. Wir geraten aneinander, ziehen uns zurück, kämpfen um Nähe, Freiheit, Anerkennung oder darum, gehört zu werden. Manchmal wiederholen sich dieselben Konflikte so oft, dass irgendwann kaum noch jemand weiß, wie sie eigentlich angefangen haben. Im Familiencoaching beschäftigen wir uns deshalb nicht zuerst mit der Frage: Wer macht hier etwas falsch? Sondern vielmehr: Was passiert gerade zwischen uns?
Wenn Beziehungen in Bewegung geraten
Familien sind lebendige Systeme. Wenn sich ein Mensch verändert, verändert sich auch etwas für die anderen. Dabei ist nichts beständiger als der Wandel: Kinder werden selbstständiger. Eltern müssen ihre Rolle neu finden. Geschwister entwickeln sich unterschiedlich. Einer geht fremd oder hat sogar eine längere Affäre. Trennungen verändern die gewohnten Beziehungen. Neue Partner kommen hinzu. Kinder werden erwachsen. Eltern werden älter. Die Großeltern werden pflegebedürftig.
Und manchmal braucht es gar keine große Veränderung von außen. Es reicht, dass sich Bedürfnisse, Erwartungen oder Lebensentwürfe auseinanderentwickeln. Das muss nicht bedeuten, dass eine Beziehung gescheitert ist. Es kann bedeuten, dass es Zeit ist, neu miteinander ins Gespräch zu kommen.
Nicht den Schuldigen suchen, sondern Zusammenhänge verstehen
In meiner Arbeit betrachten wir nicht nur das Verhalten einzelner Familienmitglieder, sondern auch das, was zwischen ihnen geschieht. Denn Beziehungen sind wechselseitig. In der systemischen Arbeit sagt mach auch zirkulär: Das Verhalten des einen beeinflusst die Reaktion des anderen – und diese wirkt wiederum zurück.
Eine Tochter zieht sich zum Beispiel zurück, weil ihr die Auseinandersetzungen zu viel werden. Die Eltern erleben ihren Rückzug als Ablehnung oder Desinteresse und versuchen umso stärker, zu ihr durchzudringen. Daraufhin zieht sie sich noch weiter zurück. Irgendwann erleben beide Seiten vor allem das Verhalten des jeweils anderen als Problem.
Im Coaching machen wir solche Dynamiken sichtbar. Wir schauen darauf, welche Bedürfnisse, Erfahrungen, Muster und vielleicht auch Verletzungen dahinterliegen.
Elterncoaching
Elternsein bringt uns manchmal an unsere Grenzen.
Vielleicht fragen Sie sich, wie Sie mit Wut, Rückzug, Ängsten oder herausforderndem Verhalten Ihres Kindes umgehen können. Schule, Medien, Regeln oder Grenzen sind zum Dauerthema geworden. Vielleicht haben Sie als Eltern unterschiedliche Vorstellungen davon, was Ihr Kind gerade braucht. Oder Sie merken einfach, dass das, was bisher funktioniert hat, plötzlich nicht mehr funktioniert.
Im Elterncoaching schauen wir nicht nur darauf, wie Sie das Verhalten Ihres Kindes verändern können. Wir versuchen zunächst zu verstehen, was hinter diesem Verhalten liegen könnte, was Ihr Kind gerade braucht – und was sich in der Beziehung zwischen Ihnen entwickelt hat.
Gemeinsam suchen wir nach Wegen, wie Sie wieder klarer und sicherer handeln können, ohne die Verbindung zu Ihrem Kind aus dem Blick zu verlieren.
Familiencoaching
Manchmal reicht es nicht, nur auf die Eltern-Kind-Beziehung zu schauen.
Wenn Konflikte mehrere Familienmitglieder betreffen, Eltern und Kinder kaum noch zueinanderfinden, Geschwisterkonflikte den Alltag bestimmen, Trennung, Co-Parenting und Patchwork die Beziehungen verändern oder der Kontakt zu erwachsenen Kindern abbricht, kann es sinnvoll sein, gemeinsam als Familie hinzuschauen.
Im Familiencoaching bekommen unterschiedliche Perspektiven Raum. Nicht, um festzustellen, wer recht hat – sondern um besser zu verstehen, was jeder erlebt und was zwischen Ihnen geschieht.
Gemeinsam entwickeln wir Möglichkeiten, wie Sie wieder miteinander ins Gespräch kommen und Ihre Beziehungen bewusster gestalten können. Auch dafür braucht es übrigens nicht erst eine Krise. Manchmal ist der Wunsch, als Familie wieder mehr miteinander statt nebeneinander zu leben, Grund genug.
Die perfekte Familie gibt es nicht
Perfekte Familien gibt es nicht. Für mich ist eine gelingende Familie auch nicht eine Familie ohne Konflikte. Entscheidend ist vielmehr, wie wir miteinander umgehen, wenn wir verschieden sind. Können wir uns selbst ernst nehmen und gleichzeitig neugierig auf den anderen bleiben? Können wir Grenzen setzen, ohne abzuwerten? Können wir nach Verletzungen wieder miteinander sprechen? Und können wir akzeptieren, dass wir manche Dinge unterschiedlich sehen werden?
Genau dort setzt meine Arbeit an.
Mehr sehen. Offen zuhören. Mehr verstehen.
Bei sich sein – und in Verbindung bleiben.
„Familie bedeutet für mich, dass unterschiedliche Bedürfnisse und Ideen ihren Platz haben dürfen und wir gleichzeitig miteinander verbunden bleiben.“
Sie möchten etwas in Ihrer Familie verändern?
In einem ersten, kostenfreien Telefonat schauen wir gemeinsam darauf, was Sie gerade beschäftigt und ob ein Elterncoaching oder ein gemeinsames Familiencoaching für Ihre Situation der passendere Weg ist.
